Landschafts-Konzept soll angepaßt werden: Öffentlichkeit kann sich einbringen

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Das Landschaftskonzept Schweiz (LKS) ist ein Planungsinstrument des Bundes, das die Zusammenarbeit zwischen den Bundesstellen sowie den Kantonen, Regionen und Gemeinden in den Bereichen der Landschaft, Natur und Baukultur fördert.

In all diesen Bereichen sollen Eingriffe in die Natur so geplant und ausgeführt werden, daß die Schweizer Landschaft dabei geschont wird.

Gerade für einen Tourismuskanton wie Graubünden sind Baukultur und intakte Landschaften von großer Bedeutung.

Beachtet wird dies von Gemeinden oftmals nicht.

Und auch der Kanton ist in punkto Baukultur kaum zu loben; man sehe hier nur das wegen seiner Häßlichkeit äußerst umstrittene Neubaugebäude Sinergia.

Landschaftskonzept wird erneuert

Nach einer 20-jährigen Umsetzung ist das Konzept anzupassen, damit es den veränderten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen Rechnung trägt.

Am 20. Mai 2019 hat das UVEK dazu die Anhörung eröffnet.

Bis zum 15. September 2019 können Kantone, Gemeinden, Organisationen und die interessierte Öffentlichkeit zum aktualisierten LKS Stellung nehmen.

Die Schweizer Landschaften sind vielfältig und einmalig.

Sie bieten qualitativ hochwertigen Lebens- und Erholungsraum, tragen bei zur Lebensqualität und fördern die regionale Identität. Zudem sind sie ein zentraler Wirtschaftsfaktor, beispielsweise für den Tourismus.

Diese vielfältigen Leistungen der Landschaft sollen auch in Zukunft erhalten bleiben.

Zentral ist der Landschaftscharakter, der sich aus der regionalen Eigenart, der Schönheit und der Vielfalt zusammensetzt.

Eine Landschaft kann sich aber auch auszeichnen durch ihre Farben und Gerüche, ihr Licht, ihre Stille oder die gute Luft.

Weitere Kriterien für Qualität sind Gebäude mit einer hohen Baukultur oder eine reichhaltige Artenvielfalt.

Die Förderung dieser Qualitäten baut auf gemeinsamen Zielen auf – im Interesse der heutigen wie auch künftiger Generationen.

Mit dem aktualisierten LKS stärkt der Bund den Rahmen für diese qualitätsorientierte Entwicklung.

Engagement auf allen Staatsebenen

Die Schweizer Landschaften stehen nach wie vor unter Druck.

Das LKS unterstützt alle an der Landschaftsgestaltung beteiligten Personen und Organisationen (zum Beispiel aus Raumplanung, Landwirtschaft oder Denkmalpflege) darin, mit ihrem Handeln die Schweizer Landschaften mit hoher Qualität zu bewahren, zu entwickeln und zu gestalten.

So soll die Gestaltung von Bauten und Anlagen der landschaftlichen Eigenart des Standortes Rechnung tragen und diesen aufwerten.

Zur Förderung der Landschaftsqualität und zur Sicherung wichtiger Funktionen der Natur sind die wertvollen natürlichen und naturnahen Lebensräume zu erhalten, aufzuwerten und miteinander zu verbinden, zum Beispiel durch Wildtierkorridore.

Start der Anhörung und öffentlichen Mitwirkung

Die Aktualisierung des Konzepts aus dem Jahr 1997 erfolgt unter Federführung des Bundesamts für Umwelt BAFU.

Es arbeitet mit allen Bundesstellen mit Verantwortung für landschaftsrelevante Politikbereiche, mit Vertretern der Kantone sowie mit Forschung, Praxis und Interessenorganisationen zusammen.

Bei der Anhörung und öffentlichen Mitwirkung, die vom 20. Mai bis 15. September 2019 dauert, können sich nun alle Interessierten einbringen.

Wegweisendes Landschaftskonzept

Der Bundesrat hat das Landschaftskonzept Schweiz (LKS) 1997 als Konzept nach Art. 13 des Raumplanungsgesetzes genehmigt.

Es definiert behördenverbindliche Ziele für die 13 raumrelevanten Politikbereiche des Bundes. Es markierte vor über 20 Jahren einen Meilenstein für eine zwischen Bund und Kantonen abgestimmte Landschaftspolitik.

Dadurch gelang es, das Ziel einer qualitativ hochstehenden Landschaft in Gesetzgebung und Vollzug aufzunehmen.

Erfolge weist das LKS unter anderem auf bei den Wildtierkorridoren und den Programmen der Landwirtschaftspolitik, die auf Ökologie und landschaftliche Qualität ausgerichtet sind (ökologischer Leistungsnachweis, Biodiversitätsförderflächen oder Landschaftsqualitätsbeiträge).

Auch bei den landschaftlich optimierten Verkehrs-, Energie- und Tourismus-Infrastrukturen, der qualitätsorientierten Siedlungsentwicklung nach innen oder der ökologischen Aufwertung von Waffenplätzen und Flughafenarealen wirkt das LKS.

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