Inkraftsetzung neues Bürgerrechtsgesetz Graubünden

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Das kantonale Bürgerrechtsgesetz (KBüG) vom 13. Juni 2017 wird auf den 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt.

Zudem erlässt die Regierung die totalrevidierte kantonale Bürgerrechtsverordnung (KBüV).

Mit der Totalrevision des kantonalen Bürgerrechtsgesetzes hat der Kanton Graubünden das kantonale Recht an das neue Bundesrecht angepaßt, in der Praxis erkennbar gewordene Lücken geschlossen und eine leichter nachvollziehbare Systematik eingeführt.

Diese Gesetzesänderungen erforderten auch eine Totalrevision der Verordnung.

Die Bürgerrechtsverordnung beinhaltet die Konkretisierung und Präzisierung der Einbürgerungsvoraussetzungen und der jeweiligen Verfahren, die zum Erwerb oder Verlust eines kommunalen und des kantonalen Bürgerrechts führen.

Totalrevision der Bürgerrechtsgesetzgebung auf 1. Januar 2018 im Detail

Auf Beginn des Jahres 2018 tritt die neue Bürgerrechtsgesetzgebung des Bundes und des Kantons Graubünden in Kraft. Bezüglich der Einbürgerungsvoraussetzungen sind als wichtigste Änderungen zu nennen:

  • Erfordernis einer C-Bewilligung (aktuell genügt eine B-Bewilligung)
  • Wohnsitzerfordernis für Bund zehn Jahre (anrechenbarer Aufenthalt: B- und C-Bewilligung; F-Bewilligung wird zur Hälfte angerechnet)
  • Wohnsitzerfordernis in Gemeinde des Kantons Graubünden fünf Jahre, davon mindestens zwei Jahre unmittelbar vor der Gesuchseinreichung (auf Gemeindeebene kann ein ununterbrochener Aufenthalt von bis fünf Jahre verlangt werden)
  • Wohnsitzerfordernisse müssen von allen Gesuchstellenden (Ausnahme Kinder) erfüllt werden
  • Erfordernis von mündlichen und neu auch schriftlichen Kenntnissen einer Kantonssprache. Gefordertes Niveau: Mündlich B1 und schriftlich A2 des in Europa allgemein anerkannten Referenzrahmens für Sprachen. Personen, die eine Kantonssprache als Muttersprache beherrschen, in einer Kantonssprache ihre Ausbildung absolviert haben oder bereits erfolgreich eine zertifizierte Sprachprüfung abgelegt haben, erbringen den Sprachnachweis ohne das Bestehen eines ansonsten erforderlichen Sprachtests.

 

ACHTUNG: DAS AKTUELLE GESUCHFORMULAR DARF NUR BIS 31. DEZEMBER 2017 VERWENDET WERDEN. DIE NEUEN FORMULARE SIND AB DEM 1. JANUAR 2018 VERFÜGBAR

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