Illegale Migration nach Europa: Grenzwachtkorps soll aufgestockt werden

Share

Die Bündner Regierung reicht im Auftrag des Großen Rats eine Standesinitiative zur Aufstockung des Grenzwachtkorps ein.

Der Kanton Graubünden reicht beim Bund eine Standesinitiative betreffend Aufstockung des Grenzwachtkorps ein.

Die Regierung setzt damit einen Auftrag aus dem Großen Rat um, welcher in der Aprilsession 2017 eingereicht und in der Junisession 2017 überwiesen wurde.

Die Standesinitiative verlangt, daß das Grenzwachtpersonal an allen Standorten personell so auszustatten ist, daß es seine Aufgaben nach Maßgabe der jeweils bestehenden Sicherheitssituation und entsprechend den Sicherheitsbedürfnissen der Bevölkerung wahrnehmen kann.

Aufstockung an Personal, Material und Infrastruktur

Zudem ist beim Grenzwachtkorps kein Personalabbau, sondern eine personelle Aufstockung mit materiell zeitgemäßer Ausrüstung und Infrastruktur vorzunehmen.

So soll sichergestellt werden, daß das Grenzwachtkorps die wachsenden Herausforderungen heute und in Zukunft im Bereich seiner Zoll- und Sicherheitsaufgaben sowie der illegalen Migration zufriedenstellend erfüllen kann.

Folgen der offenen Grenzen und der Einladungen der Kanzlerin Merkel

Die Einladung der deutschen Kanzlerin Merkel an sogenannte Flüchtlinge bzw. Wirtschaftsmigranten in aller Welt einfach illegal nach Europa einzureisen, zeigte auch in der Schweiz Auswirkungen.

Schweizer Zöllner kamen schon 2015 an ihre Leistungsgrenze. Grenzwacht und Zoll mußten wegen der stark zunehmenden Migration übliche Dienstleistungen zurückstellen, so Grenzwachtkorps-Chef Jürg Noth 2016, und weiter: Steige der Druck, müsse im Notfall die Armee aushelfen.

Lesen Sie auch den Kommentar

Die Grenze zwischen der Schweiz und Italien wird munter kontrolliert. Grenzposten wie zu alten Zeiten vor Schengen (Bild: Remo Maßat, RZ - Grenze Brüsc (Brusio / CH) und Thiran (Tirano / IT)

Die Grenze zwischen der Schweiz und Italien wird munter kontrolliert. Grenzposten wie zu alten Zeiten vor Schengen (Bild: Remo Maßat, RZ – Grenze Brüsc (Brusio / CH) und Thiran (Tirano / IT)