Graubünden rüstet sich gegen Risiko von Waldbränden

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Klimawandel hat es immer gegeben und immer mußte sich der Mensch anpassen:

Der Kanton Graubünden stellt den neu erarbeiteten Bericht “Waldbrandprävention 2030” vor.

Die Gefahr von Waldbränden wird durch den Klimawandel mit höheren Temperaturen und vermehrten Trockenperioden im Kanton Graubünden in Zukunft verschärft.

Deshalb wurden die Grossbrände der vergangenen Jahre detailliert analysiert und ausgewertet sowie Lehren für die Zukunft gezogen.

Der Bericht “Waldbrandprävention 2030” zeigt die notwendigen Maßnahmen auf, welche sicherstellen, dass bestehende Lücken geschlossen, bewährte Strukturen gestärkt und alle involvierten Akteure befähigt sind, im Ereignisfall schnell und effizient zu handeln.

Die Maßnahmen umfassen Investitionen in die Löschinfrastruktur und Verbesserungen in der Organisation und Information.

In den kommenden zehn Jahren sollen rund zwanzig Millionen Franken in die Waldbrandprävention und die Feuerbekämpfung investiert werden. Diese Investitionen sind nötig, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein.

Von Großbränden gelernt
Jedes Jahr gibt es im Kanton Graubünden zwischen zehn und zwanzig Waldbrände. Je nach klimatischen Gegebenheiten und abhängig von der Wetterentwicklung brennt es in den Wäldern Graubündens regional sehr unterschiedlich häufig und in unterschiedlichem Ausmaß.

Die Klimaentwicklung der letzten Jahre erhärtet die Annahme, wonach sich Trockenperioden häufen werden.

Der Großbrand zum Jahreswechsel 2016/17 bei Soazza konnte dank der im Moesano bereits ausgebauten Löschinfrastruktur sowie den gut ausgebildeten und branderprobten Akteuren nach wenigen Tagen unter Kontrolle gebracht werden.

Doch ist Graubünden für die Zukunft genügend gut vorbereitet, um Waldbränden bestmöglich vorzubeugen und im Ereignisfall überall im Kanton auch erfolgreich bekämpfen zu können?

Diese Frage stellte das Amt für Wald und Naturgefahren. Gerade der extrem trockene Sommer 2018 zeigte eindrücklich, mit welcher Waldbrandgefährdung in Zukunft zu rechnen ist.

Mit dem nun vorliegenden Konzept “Waldbrandprävention 2030” rüstet sich der Kanton Graubünden mit einem ausgewogenen Maßnahmenpaket gegen das erhöhte Risiko von Waldbränden.

Mehr Wasserentnahmestellen
Bis ins Jahre 2030 sollen für rund 19 Millionen Franken 66 neue Löschwasserbecken oder -teiche erstellt sowie 8 bestehende Wasserentnahmestellen ausgebaut werden, damit im Brandfall genügend Wasserreserven kurzfristig verfügbar sind.

Insbesondere für wichtige Schutzwälder sowie für wichtige Infrastrukturen soll das Netz der Wasserverfügbarkeit mit künstlichen Wasserteichen sowie fixen und mobilen Löschbecken verbessert bzw. optimiert werden.

Die Wasserentnahmestellen dienen dem schnellen Löscheinsatz mit Helikoptern und anschließend der Brandbekämpfung vom Boden aus.

Organisation der Einsätze optimieren

Mit Investitionen von rund einer Million Franken werden die bestehenden, spezifisch für die Waldbrandbekämpfung eingerichteten Materialstützpunkte, mit zusätzlichem Feuerbekämpfungsmaterial gestärkt.

In Zukunft werden zwischen den Hauptakteuren Feuerwehr und Forstdienst vertiefte Anstrengungen bei der Ausbildung unternommen sowie Optimierungen bei der Präventions- und Informationsarbeit angestrebt.

Bessere Information verbessert Prävention
Rund drei Viertel aller Waldbrände sind vom Menschen verursacht. Daher hat die Information über die Waldbrandgefahr und über das richtige Verhalten bei Trockenheit einen stark präventiven Charakter.

In Zukunft wird der Waldbrandprävention noch mehr Bedeutung geschenkt, um flächendeckend und unter Berücksichtigung der regionalen Eigenheiten, rechtzeitig, inhaltlich einfach und verständlich zu informieren.

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