Bündner Regierung fordert Sicherheitstunnel für die A13

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Die bündner Regierung fordert in einer Stellungnahme an den Bund, daß auf der Nationalstraße A13 anstelle des geplanten Sicherheitsstollens ein Sicherheitstunnel zu errichten ist.

Die Regierung nimmt Stellung zum Ausführungsprojekt des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Inhalt des Projekts ist die komplette Sanierung des Autobahnabschnitts A13 zwischen Rothenbrunnen und Vial.

Auf dem rund neun Kilometer langen Abschnitt sind unter anderem die Instandsetzung des Tunnels “Isla Bella” sowie ein Neubau eines parallel dazu geführten Sicherheitsstollens vorgesehen.

Weiter sollen während der Bauzeit von rund sechs Jahren auch der Tunnel Plazzas und die offenen Strecken zwischen den Anschlüssen instand-gesetzt werden.

(Foto: Archivbild eines Unfalls im "Isla Bella"-Tunel 2012, Quelle: Kapo Graubünden)

(Foto: Archivbild eines Unfalls im “Isla Bella”-Tunel 2012, Quelle: Kapo Graubünden)

Zentrale Rolle für Verkehrserschließung und Tourismus

Die Regierung hält fest, daß die Nationalstraße A13 für die Erschließung des Kantons Graubünden eine zentrale Rolle spielt.

Sie ist Hauptzubringer für viele Bündner Ferienregionen und mit der San Bernardino-Strecke die zweite wichtige Nord-Süd-Transitachse der Schweiz.

In Stoßzeiten Stau vom Domleschg bis nach Chur

Zu Stoßzeiten des Ferienreiseverkehrs und an verlängerten Wochenenden staut sich allerdings der Verkehr vor dem Tunnel “Isla Bella” kilometerlang, gelegentlich bis auf die Höhe von Chur.

Ein Vierspurausbau drängt sich seit Jahren auf, auch aus Sicht der Verkehrssicherheit.

(Foto: Archivbild eines Unfalls im "Isla Bella"-Tunel 2012, Quelle: Kapo Graubünden)

(Foto: Archivbild eines Unfalls im “Isla Bella”-Tunel 2012, Quelle: Kapo Graubünden)

65 Unfälle

Allein auf dem kurzen Streckenabschnitt zwischen dem Tunnel Plazzas und dem Ende des Tunnels Isla Bella ereigneten sich in den letzten zehn Jahren 65 Unfälle (Stand Juni 2017).

Mit getrennten Fahrspuren könnten die meisten dieser Unfälle verhindert werden.

Sicherheitsstollen würde Fakten schaffen, die man nicht will

Das Tiefbauamt geht davon aus, daß mit dem angedachten Bau eines Sicherheitsstollens ein vierspuriger Ausbau des Abschnitts zwischen Rothenbrunnen und Reichenau verunmöglicht oder massiv erschwert wird.

Die Regierung fordert deshalb anstelle des geplanten Sicherheitsstollens den Bau eines Sicherheitstunnels mit Nationalstraßenquerschnitt.

Auf diese Weise könnte dieser später als zweite Röhre ausgebaut werden und während der anstehenden Sanierung des bestehenden Tunnels “Isla Bella” als Sanierungstunnel eingesetzt werden.