Ferienzeit-Beginn: Eidg. Zollverwaltung warnt vor Einführung von Produkt-Fälschungen

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Es steht die Ferienzeit an, die Urlaubs- und Reisezeit beginnt und viele Leute freuen sich bereits auf sogenannte Urlaubsschnäppchen .

Die meisten Europäer reisen hierbei in Länder, in denen die Produkte günstiger sind als im Heimatland.
Schweizer haben es hier weniger schwer, sie können auch in die Länder Europas fahren, denn in den meisten Ländern sind die Produkte billiger.

Aufpassen allerdings sollte man allenfalls doch bei bestimmten Produkten.

Etwa dem günstigen Victorinox-Messer aus Deutschland oder billiger Rolex-Uhren oder Omega-Uhren aus Polen.

Denn hier muß man sich fragen, warum es denn sein kann, daß solche Produkte aus der Schweiz im Ausland billiger sein können.

Solche Fälle gibt es zwar weltweit zuhauf, das nennt sich Kaufpreisabschöpfung und es ist der Grund, warum Deutsche wirklich originalen Schweizer Käse billiger essen können als Schweizer (das ist kein Scherz).

Aber dennoch gibt es Grenzen.

Wenn etwa eine Rolex-Uhr, die normalerweise 30.000 Franken kostet in Deutschland oder Rumänien nur noch 2.500 Euro, also rund 10 % kosten soll, dann kann etwas nicht stimmen.

Oder ein Füllfederhalter, der anstatt eines 4stelligen Betrags nur noch 2stellig kostet, dann geht es sicher nicht mehr nur um Kaufkrafabschöpfung, sondern dann sind die Diskrepanzen so hoch, daß es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Fälschungen handelt.

Und dem Käufer müßte es bewußt sein, daß es sich hier nicht mehr um eine originale Rolex-Uhr handeln kann.

Trotzdem kaufen es viele, denn sie sagen sich, was soll’s, es sieht ja echt aus und man es sieht keiner, der sich nicht auskennt, daß es Fälschungen sind.

Der zweite Grund, der viele dazu verleitet, solche Produktfälschungen und Kunstkopien zu kaufen, ist, daß sie glauben, es sei straffrei.

Womit sie sich im Irrtum befinden.

Denn die Eidgenössiche Zollverwaltung warnt fast laufend vor Beginn von Reisezeiten, daß – was viele nicht denken – solche Produktfälschungen zum einen beschlagnahmt (konfisziert) werden und daß sie desweitern auch vernichtet werden.

Für die Käuferschaft solcher Fälschungen ist es aber damit nicht getan.

Sie muß mit tausenden Franken Kosten rechnen wie z. B. bei Luxusuhren oder Gemäldefälschungen von aktuellen Künstlern. Weil sie gesetzlich dazu verpflichtet sind die Abklärungskosten zu bezahlen.

Und zwar sowohl die staatlichen Kosten (also zum Beispiel von Polizei oder Zollverwaltung) als auch die privaten Kosten (zum Beispiel, wenn der betroffene Künstler einen Gutachter hinzuziehen muß oder ein Luxusuhrenhersteller einen Gutachter braucht, um die “Echtheit der Fälschung” feststellen zu lassen).

Sowas kann rasch in den 5stelligen Bereich reinlaufen, wenn es hart auf hart kommt.

Wer also sichergehen möchte, daß der günstige Füllfederhalter einer historischen europäischen Qualitätsmarke, der in Asien eingekauft wurde oder in Rumänien, nicht zum teuersten Füllfederhalter der Welt wird, den man nicht einmal behalten darf, der tut gut daran, lieber auf der Original zu setzen.

Und dies nicht nur wegen der Garantie.

Denn was könnte ärgerlicher sein, als wenn der Zoll einen Luxusfüllhalter nicht nur beschlagnahmt und vernichtet, sondern hinterher noch eine happige Rechnung für Abklärungen schickt, die im 4stelligen Bereich angesiedelt ist.

Dann hätte man ja gleich den Original-Füllfederhalter kaufen könnten.

Bildausriß: Webseite einer historischen Luxusfüllfederhaltermarke /
luxus-schreibgeraete.de

Erlaubte Kopien und Fälschungen

Nun könnte man denken, alles ist verboten, sämtliche Fälschungen und Kopien.

Doch dem ist nicht so.

Wenn Urheberrechte und Markenrechte abgelaufen sind, darf kopiert, darf “gefälscht” werden.

Wobei hierbei der Begriff Fälschung schon nicht mehr korrekt ist, denn juristisch gesehen – zumindest in strafrechtlicher Hinsicht – handelt es sich hierbei nicht um Fälschungen, sondern um dann nur noch um Kopien.

Sogenannte Kunstkopien sind sogar recht verbreitet, jeder kennt sie.

Zum Beispiel historische Plakate von St. Moritz, die über 70 Jahre als sind. Oder historische Plakate und Emaille-Schilder von Automarken, die über 100 Jahre alt sind.

Oder auch Plakate von berühmten Malern, die länger als 70 Jahre verstorben sind.

Denn nach 70 Jahren sind im EU-Raum in der Regel die Urheberrechte sowohl für den Künstler selbst (sofern er das Glück hat, so alt zu werden, daß es für ihn zum Tragen kommt) als auch für seine Erben abgelaufen.

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