Baukartell Graubünden und ihre Mitspieler: Wann wird endlich sauberer Tisch gemacht?

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Heute schreibt “Die Republik” zum Fall des Baukartells Graubünden und dem Umgang der Behörden mit dem Enthüller und Hinweisgeber (Neudeutsch “whistleblower”, im Deutschen scheint es für so etwas nicht mal ein Wort zu geben):

Parolini Conrad

Bauunternehmer Conrad und Politiker Jon Domenic Parolini machten Enthüller Adam Quadroni öffentlich fertig (Bildschirmfotoausriß: Südostschweiz / Somedia)

“Auch viele andere Akteure sind in dem Text nicht mit ihrem Namen genannt, etwa Polizeichef Tinet Schmidt und Richter Orlando Zegg.

Der Grund ist die im Lokaljournalismus verbreitete Zurückhaltung darin, Einzelpersonen zu exponieren.”

Politik und auch anderes Handeln wie polizeiliches Handel oder richterliches Handeln wird immer von Menschen gemacht.

Es handelt nicht einfach “die Polizei” oder urteilt nicht “das Gericht” usw.

Daher ist es enorm wichtig in meinen Augen, die Personen namentlich zu bezeichnen, die verantwortlich sind.

Wie Roland Conrad (Bauunternehmer) oder auch der Baumeisterverband Graubünden, namentlich vertreten durch den heute in der Folge der Enthüllung von “Die Republik” nicht mehr als Regierungsrat kandidierenden Adreas Felix aus Haldenstein (BDP-Politiker) oder Jon Domenic Parolini.

Hier die aktuelle Stellungnahme in “Der Republik” zum Bericht von Anja Conzett und Ariel Hauptmeister zum Fall des Enthüllers Adam Quadroni:

https://www.republik.ch/2018/04/26/das-kartell-teil-iv-luegt-quadroni

Jon Dominic Parolini ist bisher noch nicht als Regierungsrat zurückgetreten.

"Bauen heißt Vertrauen" - Würden Sie einem Bauunternehmen wie das des Roland Conrad vertrauen?" (Bildschirmfotoausriß Werbung auf Startseite der Bauunternehmung Foffa Conrad AG)

“Bauen heißt Vertrauen” – Würden Sie einem Bauunternehmen wie das des Roland Conrad vertrauen?” (Bildschirmfotoausriß Werbung auf Startseite der Bauunternehmung Foffa Conrad AG)

Und auch ist Andreas Felix offenbar noch Politiker und im Baumeisterverband Graubünden.

Und man kann nur hoffen, daß Bauunternehmer wie Conrad Foffa in Zukunft von von Steuergeldern bezahlten Aufträgen der öffentlichen Hand, also des Kantons Graubünden oder von Gemeinden doch ausgeschlossen werden.

Im Interesse des Allgemeinwohls.

Der Fisch stinkt zuerst am Kopf

Die Vertreter von Firmen, die in die illegalen Machenschaften verwickelt sind, saßen im GBV-Vorstand und sind weg.

Und daß GBV-Präsident Markus Derungs oder wenigstens GBV-Geschäftsführer Andreas Felix sofort zurücktreten.

Wenige Stunden vor dem Rücktritt von Andreas Felix als Parteipräsident der BDP Graubünden und als ReGIERungsratskandidat, stand Martin Landolt noch bedingungslos hinter Felix (Ausriß: Watson)

Wenige Stunden vor dem Rücktritt von Andreas Felix als Parteipräsident der BDP Graubünden und als ReGIERungsratskandidat, stand Martin Landolt noch bedingungslos hinter Felix (Ausriß: Watson)

Sie beteuern, nichts von den illegalen Preisabsprachen gewußt zu haben.

Selbst, wenn das stimmt, was ich persönlich wie viele andere nicht glauben, müssen sie sofort zurücktreten.

Denn ein Präsident und ein Geschäftsführer, die nicht merken, was in ihrem Verband läuft, sind völlig fehl am Platze.

Und schön, daß es außerkantonale Publikationen gibt, die das tun, was die Somedia schon lange nicht mehr macht: Journalismus betreiben.

Remo Maßat

Hier gibt es noch viel zu bereinigen.

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