20.000 Fr. Strafe: Verbot privater Wildfütterungen im Grenzgebiet zu Österreich

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Verfügung wird morgen erlassen: Verbot privater Wildfütterungen im Grenzgebiet zu Österreich +++ Kantonstierarzt mit drakonischen Strafandrohungen bei Zuwiderhandlungen.

Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit bzw. der Kantonstierarzt Dr. Rolf Hanimann verfügt am 1. September 2018:

Das mit Verfügung des Amts für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit vom 1. September 2016 angeordnete Verbot der privaten aktiven und passiven Schalenwildfütterung (Hirsch, Reh, Gämse, Steinwild) auf dem Gebiet der Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Jenins, Malans, Landquart, Seewis, Grüsch, Schiers, Luzein, Furna, Jenaz, Fideris, Küblis, Conters, Klosters-Serneus, Zernez, Scuol, Valsot und Samnaun wird bis 31. August 2021 verlängert.

Gemäß Art. 47 TSG wird mit Buße bis zu 20 000 Franken bestraft, wer vorsätzlich einer unter Hinweis auf die Strafandrohung dieses Artikels an ihn gerichteten Verfügung zuwiderhandelt. In schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Buße.

Gegen diese Verfügung kann innerhalb von 30 Tagen seit Publikation beim Departement für Volkswirtschaft und Soziales, Reichsgasse 35, 7000 Chur, Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde muss einen Antrag und eine Begründung enthalten und ist im Doppel und unterschrieben einzureichen.

Erläuterungen

Das Verbot ist begrenzt auf die oben erwähnten Gemeindegebiete in Grenznähe zu Österreich und gilt vorläufig bis 31. August 2021.

Es umfasst die aktive und passive Schalenwildfütterung:

Das absichtliche, aktive Füttern von Schalenwild an dafür eingerichteten Futterstellen ist verboten.

Das unabsichtliche indirekte Füttern von Schalenwild ist ebenfalls verboten, d.h. jede Person ist verpflichtet, Futter für Wildtiere unerreichbar zu deponieren, sodaß keine Wildtiere angelockt werden können.

Kompoststellen sind so auszugestalten, dass Wildtiere sie nicht erreichen können. Landwirtschaftsbetriebe haben ihre Futtervorräte und Futterreste so zu lagern bzw. zu entsorgen, daß sie auf zweckmäßige und wirksame Art vor dem Zugriff von Schalenwild geschützt sind

Die vollständige Verfügung, eine Karte des betroffenen Gebiets und weitere Erläuterungen sind auf www.alt.gr.ch unter Aktuelles abrufbar.

 

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